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Igel gefunden? Mo–Fr 10–12 / 13–16 Uhr · 056 552 16 02

Der Igel gehört zu den bekanntesten Wildtieren der Schweiz und ist häufig in unserer direkten Nachbarschaft anzutreffen. In Gärten zum Beispiel, in Parks und Grünanlagen. Nur wenn diese igelfreundlich gestaltet sind, können die Tiere überleben. Deshalb ist der Schutz der Igel untrennbar mit dem Schutz ihres Lebensraums verbunden. Dieser ist zunehmend unter Druck. So hat in den letzten Jahrzehnten auch die Igelpopulation deutlich abgenommen. In manchen Regionen beträgt der Rückgang gemäss Studien 40 Prozent. Zu den wichtigsten Ursachen gehören:

  • Verlust und Fragmentierung natürlicher Lebensräume
  • Intensive Nutzung von Gärten und Grünflächen
  • Verkehr und Strassen
  • Mangel an Nahrung
Ein Igel zwischen Ästen und Steinen

Der Verein Igel-Hilfe Schweiz stellt auf dieser Website Informationen über den Igel, seinen Lebensraum und Möglichkeiten zum Schutz dieser Tierart zur Verfügung. Wir möchten Wissen zugänglich machen und Menschen dabei unterstützen, die Umgebung igelfreundlich zu gestalten.

Ein Igel blickt zwischen Steinen hervor

Wissenswertes zum Igel

Der europäische Braunbrustigel ist in der Schweiz weit verbreitet. Das nützliche Wildtier lebt bevorzugt in strukturreichen Landschaften mit Hecken, Sträuchern, Wiesen und Gärten und leistet einen wichtigen Beitrag an ein intaktes Ökosystem. Igel ernähren sich von Insekten, Käfern, Larven und anderen wirbellosen Tieren und tragen damit zur natürlichen Regulierung vieler Insektenpopulationen bei. Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 20 bis 30 Zentimetern und wiegen je nach Jahreszeit und Nahrungsangebot 800 bis 1500 Gramm.

Besonders häufig findet man Igel:

  • In naturnahen Gärten
  • In Parks und Grünanlagen
  • An Waldrändern
  • In Heckenlandschaften
  • In Siedlungsnähe
Ein Asthaufen als Versteck für Igel

So leben Igel

Igel sind nachtaktive Einzelgänger, welche ihre Nahrung am Boden suchen. Tagsüber verstecken sie sich in Laubhaufen, in Hecken oder an anderen geschützten Orten. Etwa von November bis März halten sie in einem gut isolierten Nest aus Laub und Pflanzenmaterial ihren Winterschlaf.

  • Junger Strauch als Teil einer Hecke
  • Baumstamm und Totholz mit niedrigen Pflanzen
  • Steinstruktur mit heimischer Pflanze
  • Asthaufen und Sträucher am Rand einer Grünfläche

Die grössten Gefahren

Die Lebensbedingungen für Igel haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Hecken und naturnahe Strukturen verschwinden zunehmend. Viele Gefahren entstehen direkt oder indirekt durch menschliche Aktivitäten. Besonders gefährlich sind für Igel:

  • Strassenverkehr
  • Rasenmäher und Gartengeräte
  • Mähroboter in der Nacht
  • Pestizide
Illustration: Ein Igel, umgeben von Auto, Rasenmäher, Mähroboter in der Nacht und Pestizid-Sprühflasche
Naturnah gestaltete Biodiversitätszone mit Totholz und jungen Sträuchern Neu angelegte Biodiversitätsfläche mit Totholz und Sträuchern neben einem Gewerbebau Blühende Vogelbeere zwischen Kies und Steinen Steinstruktur mit jungem Baum als Unterschlupf für Kleintiere Holzstämme und Kies als naturnaher Lebensraum

Wie sehen igelfreundliche Gärten und Biodiversitätszonen aus?

Viele Igel leben heute in Siedlungsgebieten. Naturnahe Gärten und naturnah gestaltete Biodiversitätszonen auf Firmenarealen, öffentlichen Grünflächen oder Geländen von Vereinen tragen daher viel zum Schutz der Igel bei. Zudem fördern sie viele andere Tierarten wie Insekten, Vögel und Amphibien. Hier ein paar Elemente igelfreundlicher Umgebungen:

  • Heimische Sträucher und Hecken
  • Laub- und Holzstrukturen
  • Wildblumenflächen
  • Totholz und Laubhaufen
  • Naturnahe Wiesen
  • Durchgänge in Zäunen
  • Verzicht auf Pestizide

Sie möchten mehr über den Igel erfahren? Lesen Sie unsere Broschüre.
Diese finden Sie hier.

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