Igelhilfe im Kanton Schaffhausen
Sie haben in Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall, Thayngen, Beringen, Stein am Rhein oder einer anderen Gemeinde des Kantons einen verletzten, kranken oder auffälligen Igel gefunden? Hier erfahren Sie, wann ein Igel Hilfe benötigt, welche regionale Igelstation Sie kontaktieren können und wie Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten.
Igel leben im Kanton Schaffhausen hauptsächlich in Gärten, Wohnquartieren, Parks und an strukturreichen Siedlungsrändern. Hecken, Laubhaufen, Asthaufen und naturnahe Grünflächen bieten ihnen Nahrung, Schutz und geeignete Winterquartiere.
Gleichzeitig sind ihre Lebensräume zunehmend durch Strassen, dichte Bebauung, undurchlässige Zäune und aufgeräumte Gärten voneinander getrennt. Weitere Gefahren sind nachts betriebene Mähroboter, Motorsensen, Pestizide, Lichtschächte und fehlende Wasserstellen.
Igel gefunden – was ist jetzt zu tun?
Nicht jeder Igel benötigt menschliche Hilfe. Ein gesunder Igel ist vorwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs. Beobachten Sie einen Igel tagsüber, bedeutet dies nicht automatisch, dass er krank ist.
Handlungsbedarf besteht insbesondere, wenn der Igel:
- verletzt ist oder blutet
- apathisch wirkt oder sich nicht einrollt
- torkelt, im Kreis läuft, röchelt oder schwer atmet
- von Fliegen, Fliegeneiern oder Maden befallen ist
- auffallend dünn oder geschwächt ist
- längere Zeit ungeschützt in der Sonne liegt
- als Jungtier offensichtlich ohne Mutter aufgefunden wird
Kontaktieren Sie vor dem Transport möglichst eine Igelstation. Die Station kann beurteilen, ob der Igel aufgenommen werden muss und ob aktuell ein Pflegeplatz verfügbar ist.
IgelstationenBis zur Übergabe können Sie den Igel mit Handschuhen in eine ausreichend hohe Kartonschachtel setzen. Legen Sie Zeitungspapier und ein Handtuch hinein und stellen Sie die Box an einen ruhigen Ort. Bieten Sie frisches Wasser in einer flachen Schale an. Geben Sie dem Igel niemals Kuhmilch und behandeln Sie ihn nicht eigenständig mit Medikamenten oder Parasitenmitteln.
Igelstationen und Anlaufstellen im Kanton Schaffhausen
Bitte rufen Sie eine Station immer an, bevor Sie einen Igel hinbringen. Kapazitäten, Aufnahmezeiten und Zuständigkeiten können sich kurzfristig ändern.
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Igelstation im Tierheim Buchbrunnen
Die Igelstation des Schaffhauser Tierschutzes ist die zentrale regionale Anlaufstelle für Igel in Not. Sie nimmt das ganze Jahr über verletzte, kranke und verwaiste Igel auf. Tiere, die vor dem Winter nicht mehr ausgewildert werden können, werden bei Bedarf bis zum Frühling betreut.
- Tierheim Buchbrunnen
- Schweizersbildstrasse 70, 8200 Schaffhausen
- 052 643 59 11
- Telefondienst: Montag bis Samstag, 14.30–16.30 Uhr
Betriebszeiten: Montag bis Samstag, 10.00–11.30 Uhr und 14.00–17.30 Uhr - tierheim@schaffhauser-tierschutz.ch
- Schaffhauser Tierschutz – Igelstation
Sonn- und Feiertage ist das Tierheim gemäss aktueller Kontaktseite geschlossen. Rufen Sie unbedingt an, bevor Sie einen Igel hinbringen. Kontakt und Öffnungszeiten des Tierheims
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Verein Igelspürhund
Der Verein Naturschutzspürhunde Schweiz baut den professionellen Einsatz speziell ausgebildeter Hunde im Natur- und Artenschutz auf. Ein Schwerpunkt ist das zuverlässige Auffinden von Igeln vor Bauarbeiten, Rodungen und anderen Eingriffen in ihre Lebensräume. Die Ausbildung und Prüfungen der Hunde orientieren sich an internationalen Standards.
- Sarah Küpfer
- Solothurnstrasse 92, 3303 Jegenstorf
- 079 661 93 90
- sarah@igelspürhund.ch
- igelspürhund.ch
Wenn die Igelstation nicht erreichbar ist:
- Igel-Hilfe Schweiz056 552 16 02Montag bis Freitag, 10.00–12.00 Uhr und 13.00–16.00 Uhrigelstation@igel-hilfe.ch
- Pro Igel Helpline0800 070 080Täglich von 16.00–20.00 UhrPro Igel – Igel in Not
- TierRettungsDienst0800 211 22224-Stunden-Notruf
- Polizei117Bei einem schwer verletzten Wildtier auf einer Strasse, nach einer Kollision oder bei einer akuten Verkehrsgefährdung
Bei kostenpflichtigen Notfallnummern können erhöhte Gesprächsgebühren anfallen. Bei einem schwer verletzten Igel kann auch eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktiert werden. Fragen Sie vor der Anfahrt telefonisch nach, ob Igel beziehungsweise Wildtiere behandelt werden.
Hinweis zu dieser regionalen Informationsseite · Stand: August 2026
Diese Seite bündelt Informationen und Anlaufstellen zum Igelschutz im Kanton Schaffhausen. Sie ist keine eigenständige kantonale Niederlassung und keine Behörde.
Die aufgeführten Pflegestationen sind selbstständige Organisationen. Öffnungszeiten, Zuständigkeiten und Aufnahmekapazitäten können sich kurzfristig ändern. Bitte nehmen Sie deshalb immer zuerst telefonisch Kontakt auf.
Kantonale Anlaufstellen
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Veterinäramt des Kantons Schaffhausen
Das Veterinäramt ist für den Vollzug der Tierschutz- und Tiergesundheitsgesetzgebung zuständig. Es betreibt zudem die kantonale Meldestelle für Findeltiere. Es ist jedoch keine Igelstation und übernimmt normalerweise nicht die Pflege einzelner verletzter Igel.
- Veterinäramt Kanton Schaffhausen
- Mühlentalstrasse 188, 8200 Schaffhausen
- 052 632 71 01
- veterinaeramt@sh.ch
- Meldestelle für Findeltiere des Kantons Schaffhausen
Bei einem kranken oder verletzten Igel sollte zuerst die Igelstation im Tierheim Buchbrunnen kontaktiert werden. Das Veterinäramt ist insbesondere bei tierschutzrechtlichen Fragen, unklaren Zuständigkeiten oder Meldungen über Findeltiere die richtige kantonale Stelle.
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Wildhüter
Die zuständige Jagdaufseherin oder den zuständigen Jagdaufseher für Ihre Region finden Sie über die offizielle Seite der kantonalen Jagdaufsicht.
Warum Schaffhausen ein besonderer Lebensraum für Igel ist
Der Kanton Schaffhausen besitzt abwechslungsreiche Landschaften mit Rebbergen, Waldrändern, Landwirtschaftsflächen, Dörfern und städtischen Quartieren. Für Igel sind besonders die Übergänge zwischen diesen Lebensräumen wertvoll.
In der Stadt Schaffhausen und in Gemeinden wie Neuhausen am Rheinfall, Beringen, Thayngen, Neunkirch oder Stein am Rhein finden Igel in durchgrünten Wohnquartieren geeignete Rückzugsorte. Dafür müssen Gärten und Grünanlagen miteinander verbunden bleiben.
Der Rhein, stark befahrene Strassen, Bahnlinien, Mauern, verdichtete Siedlungen und geschlossene Grundstücke können Lebensräume voneinander trennen. Auch die Grenzlage zu Deutschland ist relevant: Wildtiere orientieren sich nicht an Kantons- oder Landesgrenzen, sondern benötigen zusammenhängende Lebensräume in der gesamten Region.
Pro Natura Schaffhausen wertet im Rahmen regionaler Projekte Flächen im Siedlungsraum auf. Asthaufen werden dabei ausdrücklich als Verstecke für Igel und andere Kleintiere eingesetzt. Pro Natura Schaffhausen – Natur im Siedlungsraum
Wie viele Igel leben im Kanton Schaffhausen?
Eine offizielle und wissenschaftlich gesicherte Zahl für den gesamten Kanton Schaffhausen gibt es derzeit nicht. Igel sind nachtaktiv, bewegen sich über mehrere Grundstücke und werden weder kantonal noch schweizweit flächendeckend gezählt.
Einzelne Sichtungen oder die Zahl der in einer Pflegestation aufgenommenen Tiere erlauben keine zuverlässige Hochrechnung des Gesamtbestands. Auch viele eingelieferte Igel bedeuten nicht automatisch, dass der Bestand wächst. Sie können ebenso auf zunehmende Gefahren, Lebensraumverlust oder eine höhere Meldebereitschaft hinweisen.
Gesichert ist, dass der Braunbrustigel seit 2022 auf der Roten Liste der Schweiz als «potenziell gefährdet» eingestuft ist. Verdichtung, versiegelte Flächen und der Verlust naturnaher Gärten setzen seine Lebensräume unter Druck. Pro Natura hat den Igel deshalb zum Tier des Jahres 2026 gewählt. Pro Natura – Tier des Jahres 2026
Gemeinsam Lebensräume in Schaffhausen schützen
Igelschutz funktioniert am besten über Grundstücksgrenzen hinweg. Privatpersonen, Gemeinden, Schulen, Unternehmen, Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe können dazu beitragen, sichere und miteinander verbundene Lebensräume zu schaffen.
Ein einzelner naturnaher Garten ist wertvoll. Noch hilfreicher ist ein ganzes Quartier mit durchlässigen Zäunen, einheimischen Pflanzen, sicheren Wasserstellen und Grünflächen, die nicht vollständig versiegelt oder jede Nacht automatisch gemäht werden.
Die Igel-Hilfe Schweiz stellt Informationsmaterial bereit und unterstützt Schulen, Privatpersonen und Fachpersonen mit Wissen über den richtigen Umgang mit Igeln.
Wir sind auch telefonisch für Sie da und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Ob Sie unser Igel-Magazin voller hilfreicher Tipps, Informationen zu Igelvorträgen oder Materialien für Schulprojekte suchen – wir stellen alles kostenlos zur Verfügung, um das Wohl der Igel zu fördern.
Expertenwissen zur Pflege und Behandlung von Igeln
Kostenlose Igelkurse für Tierarztpraxisassistent*innen in der ganzen Schweiz
Die Igel-Hilfe Schweiz bietet kostenlose Igelkurse für Tierarztpraxisassistent*innen in der ganzen Schweiz an. Diese Kurse sind speziell auf Tierarztpraxisassistent*innen zugeschnitten, die sich in die Besonderheiten der Igelpflege einarbeiten möchten und professionelle Kenntnisse über die medizinische Betreuung und Pflege von Igeln erwerben wollen. Igel benötigen in Tierarztpraxen eine besondere Aufmerksamkeit und fachkundige Betreuung, die sich von anderen Wildtieren unterscheidet – genau hier setzen unsere Igelkurse für Tierarztpraxisassistent*innen an.
In unseren Kursen erfahren Sie alles über die artgerechte Pflege und Behandlung von Igeln. Wir decken wichtige Themen wie die richtige Fütterung, Stressmanagement bei der Behandlung und das Erkennen typischer Krankheiten bei Igeln ab. Unsere Igelkurse werden sowohl in unserer Igelstation als auch direkt in Ihrer Tierarztpraxis angeboten – wir sind in der ganzen Schweiz tätig und richten uns nach Ihrem Standort und Ihrem Zeitplan.
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Helfen Sie mit, den Kanton Schaffhausen für Igel sicherer und lebenswerter zu machen! Werden Sie Teil unserer Igel-Gemeinschaft und tragen Sie zum Schutz dieser faszinierenden Tiere bei.
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Schönes kaufen, Gutes tun.
Kleider von Rico sind regional, bio und vegan. 100 % des Erlöses gehen direkt an die Igel-Hilfe Schweiz – mit jedem Kauf helfen Sie Igeln.
